Die Vereinigten Staaten sind ein zweischneidiges Ziel. Als Business-Standort und als Wohnsitz in einem der Bundesstaaten ohne Einkommensteuer (Texas, Florida, Washington, Nevada, Wyoming und andere) sind sie erstklassig. Aber die USA besteuern ihre Bürger staatsbürgerbasiert, also auf das Welteinkommen unabhängig vom Wohnort, verlangen bei Aufgabe der Staatsbürgerschaft oder langjährigen Green Card eine Exit-Tax und erheben eine Estate Tax von 40 Prozent (Freibetrag seit 2026 dauerhaft 15 Mio. USD pro Person). Die Einbürgerung oder Green Card ist damit die eigentliche Steuerfalle.
Die Vereinigten Staaten (Hauptstadt Washington, D.C.) sind eine föderale Republik aus 50 Bundesstaaten. Die Währung ist der US-Dollar (USD). Kernsätze: föderale Einkommensteuer bis 37 Prozent plus Staat 0 bis 13,3 Prozent, Körperschaftsteuer 21 Prozent föderal plus Staat, keine bundesweite Mehrwertsteuer.
Steuerpflicht in den USA: unbeschränkt oder beschränkt?
Wann bist du in den USA unbeschränkt und wann nur beschränkt steuerpflichtig? Und welche Einkünfte musst du dort überhaupt versteuern? Maßgeblich ist die steuerliche Ansässigkeit.
Die US-Steuerpflicht wird ausgelöst durch die US-Staatsbürgerschaft (weltweit, unabhängig vom Wohnort, staatsbürgerbasiert, weltweit einzigartig neben Eritrea), durch eine Green Card oder durch den Substantial Presence Test (gewichtete 183-Tage-Regel). In allen drei Fällen erfasst die Steuerpflicht das Welteinkommen; Nicht-Residenten werden nur auf US-Quelle besteuert.
Der entscheidende Punkt: Ein US-Bürger kann seine US-Steuerpflicht nicht durch einen Wohnsitzwechsel beenden. Sie endet erst mit der formellen Aufgabe der Staatsbürgerschaft (verbunden mit der Exit-Tax).
Einkommensteuer
Föderal progressiv 10 Prozent bis 37 Prozent (Spitzensatz ab $640.600 ledig / $768.700 gemeinsam, 2026). Hinzu kommt die Einkommensteuer des jeweiligen Bundesstaats: 0 Prozent in Staaten wie Texas, Florida, Washington, Nevada, Wyoming, South Dakota, Tennessee, Alaska und New Hampshire, bis zu 13,3 Prozent in Kalifornien. Ein FEIE von rund $132.900 (2026) mildert die Doppelbesteuerung für im Ausland lebende Bürger.
Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne
Langfristige Kapitalgewinne werden mit 0 Prozent, 15 Prozent oder 20 Prozent besteuert, zuzüglich der Netto-Investitionsertragsteuer (NIIT) von 3,8 Prozent (also maximal 23,8 Prozent föderal), gegebenenfalls plus Bundesstaat.
Krypto-Steuern
Krypto wird als Vermögensgegenstand behandelt; Gewinne unterliegen der Kapitalgewinnbesteuerung.
Krypto-Steuern im Detail
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Die föderale Körperschaftsteuer beträgt 21 Prozent, dazu kommt die Körperschaftsteuer des Bundesstaats (0 bis 12 Prozent). Pass-Through-Strukturen (LLC, S-Corp) leiten die Einkünfte an die persönliche Ebene weiter.
Mehrwertsteuer
Es gibt keine bundesweite Mehrwertsteuer; stattdessen erheben die Bundesstaaten und Kommunen eine Sales Tax (in Höhe und Ausgestaltung sehr unterschiedlich).
Erbschaft- und Vermögensteuer
Es gibt keine bundesweite Vermögensteuer. Die Estate Tax beträgt 40 Prozent, der Freibetrag liegt seit 2026 dauerhaft bei 15 Mio. USD pro Person (30 Mio. USD pro Ehepaar) (durch OBBBA entfristet). Einzelne Bundesstaaten haben eigene, teils deutlich niedrigere Erbschaft-/Nachlasssteuern (z.B. New York 7,16 Mio. USD, Massachusetts 2 Mio. USD).
Sonderregime für Zuzügler
Für die Zielgruppe relevanter als ein Zuzugsregime ist die Exit-Tax: Wer als „Covered Expatriate" gilt (Nettovermögen mindestens 2 Mio. USD, oder durchschnittliche Steuerlast über 211.000 USD/2026, oder fehlende Steuer-Compliance), wird bei Aufgabe der Staatsbürgerschaft oder langjährigen Green Card so behandelt, als hätte er sein weltweites Vermögen verkauft (Mark-to-Market), mit einem Freibetrag von 910.000 USD (2026). Zusätzlich zahlen US-Erben von Covered Expatriates 40 Prozent (§2801).
Staatsbürgerschaft ODER Green Card ODER Substantial Presence Test
Transparenzregister
Corporate Transparency Act (BOI)
Sanktionen
Umfangreiches eigenes Regime (OFAC)
Stand der Compliance-Daten: 2026
Bewertung für Auswanderer
Die USA sind hervorragend als Business-Standort und für den Wohnsitz in einem einkommensteuerfreien Bundesstaat (Texas, Florida), solange man nicht US-Bürger oder langjähriger Green-Card-Inhaber wird. Ein Deutscher, der auf einem Visum in Texas lebt, zahlt föderale, aber keine bundesstaatliche Einkommensteuer und verliert die US-Steuerpflicht beim Wegzug wieder. Die Einbürgerung oder eine dauerhafte Green Card kehren das um: Welteinkommensbesteuerung auf Lebenszeit, Exit-Tax bei Ausstieg und die 40-Prozent-Estate-Tax (mit dem hohen 15-Mio.-Freibetrag als Puffer).
Unser Fazit: Gelb. Top-Business-Standort und einkommensteuerfreie Staaten, aber staatsbürgerbasierte Besteuerung, Exit-Tax und Estate Tax verlangen sorgfältige Planung.
Videos
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Ansässige versteuern ihr Einkommen in den USA. Föderal progressiv **10 Prozent bis 37 Prozent** (Spitzensatz ab $640.600 ledig / $768.700 gemeinsam, 2026). Hinzu kommt die Einkommensteuer des jeweiligen Bundesstaats: **0 Prozent** in Staaten wie **Texas, Florida, Washington, Nevada, Wyoming, South Dakota, Tennessee, Alaska und New Hampshire**, bis zu **13,3 Prozent** in Kalifornien. Ein FEIE von rund $132.900 (2026) mildert die Doppelbesteuerung für im Ausland lebende Bürger.
Wann gilt in den USA nur eine beschränkte Steuerpflicht?
Wer nicht steuerlich ansässig ist, ist nur beschränkt steuerpflichtig und zahlt Steuer ausschließlich auf Einkünfte aus lokaler Quelle. Ausländische Einkünfte bleiben außen vor.
Welches Einkommen muss man in den USA versteuern?
Ansässige versteuern ihr weltweites Einkommen. Föderal progressiv 10 Prozent bis 37 Prozent (Spitzensatz ab $640.600 ledig / $768.700 gemeinsam, 2026). Hinzu kommt die Einkommensteuer des jeweiligen Bundesstaats: 0 Prozent in Staaten wie Texas,.
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