🌍 Neue Events 2026: Reisen, Seminare & Workshops zu Plan B, Auswanderung & Steuern. Jetzt buchen! 🚀
Steueratlas
ÜberblickEinkommensteuerKapitalerträgeKrypto-SteuernSonderregimeKörperschaftsteuerMehrwertsteuerImmobiliensteuernErbschaft- & SchenkungsteuerVermögensteuerSozialversicherungDoppelbesteuerungsabkommenTransparenz & ComplianceVideosWeiterführende Ressourcen
Steueratlas/Länder/Irland
🇮🇪

Irland

IE · IRLWesteuropa (EU)Stand: 2026-09-07
Steuerfreundlich
4/5
Non-Dom Remittance-BasisKeine Frist, keine Gebühr12,5 % KörperschaftsteuerHohe Regelsätze (52-55 %)

Auf einen Blick

Spitzensteuersatz (ESt)20 % / 40 % (+ USC + PRSI, marginal bis ~52-55 %)
Körperschaftsteuer12,5 % (Handel) / 25 % (passiv)
Mehrwertsteuer23 %
Kapitalertragsteuer33 % (für Non-Doms: Auslandsgewinne nur bei Remittance)
VermögensteuerKeine
Erbschaftsteuer33 % (CAT)
Immobilienkauf (Steuern)1 % bis 1 Mio. EUR, 2 % bis 1,5 Mio., 6 % darüber
Grundsteuer (laufend)Local Property Tax nach Wertband
SteuerjahrKalenderjahr
WährungEuro (EUR)

Mitgliedschaften in Staatenbünden

EUEuroparatEWR

Überblick

Irland bietet eines der großzügigsten verbliebenen Non-Dom-Regime weltweit: Wer in Irland ansässig, aber nicht dort domiziliert ist, versteuert Auslandseinkünfte nur, wenn sie nach Irland überwiesen werden (Remittance-Basis). Anders als das 2025 abgeschaffte UK-Regime gibt es keine zeitliche Befristung und keine Jahresgebühr. Der Haken: Irische Einkünfte werden mit hohen Regelsätzen besteuert.

Irland kombiniert ein attraktives Steuerregime für Zuzügler mit hohen Regelsätzen für Inlandseinkommen. Kern ist die Remittance-Basis für Non-Doms, dazu die berühmte Körperschaftsteuer von 12,5 Prozent auf Handelseinkünfte. Der einzige EU-Konkurrent mit vergleichbarem Non-Dom-Regime ist Malta; der Malta-oder-Irland-Vergleich stellt beide Standorte gegenüber.

Steuerpflicht in Irland: unbeschränkt oder beschränkt?

Wann bist du in Irland unbeschränkt und wann nur beschränkt steuerpflichtig? Und welche Einkünfte musst du dort überhaupt versteuern? Maßgeblich ist die steuerliche Ansässigkeit.

Ansässig bist du bei 183 Tagen im Jahr oder 280 Tagen über zwei Jahre. Entscheidend für die Steuerlast ist das Domicile: In Irland ansässige, aber nicht domizilierte Personen können die Remittance-Basis nutzen. Es gibt keine Deemed-Domicile-Regel wie früher im UK.

Einkommensteuer

Die Einkommensteuer hat zwei Sätze: 20 Prozent bis zur Standardgrenze (2026 rund 44.000 Euro ledig), 40 Prozent darüber. Hinzu kommen der USC (0,5-8 Prozent) und PRSI (4,2 Prozent, seit Oktober 2025). Die marginale Spitzenbelastung erreicht damit rund 52 Prozent (Arbeitnehmer) bis 55 Prozent (Selbständige über 100.000 Euro). Für Non-Doms gilt das aber nur auf irische und nach Irland überwiesene Einkünfte.

Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne

Die Kapitalertragsteuer (CGT) beträgt 33 Prozent. Für Non-Doms gilt: Gewinne aus ausländischen Vermögenswerten sind nur steuerbar, soweit sie nach Irland überwiesen werden.

Krypto-Steuern

Krypto gilt als Vermögenswert: private Veräußerungsgewinne unterliegen der CGT (33 Prozent), für Non-Doms greift die Remittance-Basis.

Krypto-Steuern im Detail

Das vollständige Krypto-Steuer-Dossier auf kryptosteuern.info

Zum Krypto-Steuer-Dossier

Sonderregime für Zuzügler

Das zentrale Instrument ist die Non-Dom-Remittance-Basis (kostenlos, unbefristet). Daneben existiert das SARP (Special Assignee Relief Programme) für entsandte Fachkräfte. Für sehr vermögende irisch domizilierte Personen kann der Domicile Levy von 200.000 Euro jährlich anfallen (Welteinkommen über 1 Mio. Euro, irisches Vermögen über 5 Mio. Euro, gezahlte irische Einkommensteuer unter 200.000 Euro). Non-Doms auf Remittance-Basis sind davon nicht betroffen; eine 15-Jahres-Frist gibt es nicht.

Körperschaftsteuer

Die Körperschaftsteuer beträgt 12,5 Prozent auf Handelseinkünfte und 25 Prozent auf passive Einkünfte. Für große multinationale Gruppen gilt die Pillar-Two-Mindeststeuer von 15 Prozent. Die Knowledge Development Box senkt qualifizierende IP-Einkünfte auf effektiv 6,25 Prozent. Wer den Satz mit einer eigenen irischen Limited nutzen will, braucht echte Substanz vor Ort.

Mehrwertsteuer

Die Mehrwertsteuer liegt bei 23 Prozent (ermäßigte Sätze 13,5 Prozent und 9 Prozent).

Immobiliensteuern

Irland hält den Erwerb für normale Wohnimmobilien günstig und bestraft gezielt den Aufkauf ganzer Bestände.

Erwerb. Die Stempelsteuer beträgt 1 Prozent bis zu einem Kaufpreis von einer Million Euro, 2 Prozent bis 1,5 Millionen und 6 Prozent darüber. Wer innerhalb von zwölf Monaten zehn oder mehr Wohneinheiten erwirbt, zahlt einen Strafsatz von 15 Prozent; die Regel richtet sich gegen institutionelle Aufkäufer von Reihenhaussiedlungen.

Nichtansässige. Ein Ausländerzuschlag besteht nicht, und es gibt keine Genehmigungspflicht. Irland gehört damit zu den offensten Immobilienmärkten Westeuropas.

Laufende Besteuerung. Die Local Property Tax wird jährlich nach Wertband erhoben, wobei der Eigentümer den Wert selbst deklariert. Der Bewertungsstichtag vom 1. November 2025 gilt bis 2030, was die Bemessungsgrundlage für fünf Jahre einfriert. Die Kommunen dürfen den Grundbetrag um bis zu 15 Prozent nach oben oder unten anpassen.

Verkauf. Für Immobiliengewinne gilt die allgemeine Kapitalertragsteuer, mit der Remittance-Besonderheit für Non-Doms; siehe Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne.

Quelle: Revenue.ie, Stamp Duty und Local Property Tax. Stand: 2026-08-18.

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Die Capital Acquisitions Tax (CAT) beträgt 33 Prozent. Für Non-Doms sind ausländische Vermögenswerte nur erfasst, wenn Schenker oder Empfänger in Irland ansässig oder domiziliert ist.

Vermögensteuer

Eine Vermögensteuer gibt es nicht, lediglich eine kommunale Grundsteuer (LPT), die neben der Stempelsteuer beim Immobilienkauf in Irland einzuplanen ist.

Sozialversicherung

PRSI (4,2 Prozent, seit Oktober 2025) und USC (0,5-8 Prozent) auf Erwerbseinkommen.

Doppelbesteuerungsabkommen

Mehr anzeigen (57 weitere)Weniger anzeigen

75 umfassende Doppelbesteuerungsabkommen in Kraft (Irish Revenue, Tax treaties by country, Stand 2026-08-19). Weitere 3 unterzeichnet, aber noch nicht in Kraft. Das Abkommen mit Russland wird von russischer Seite seit 2023 teilweise ausgesetzt, das irische Register fuehrt es weiter als in Kraft.

Steuertransparenz und Compliance

CRS (Common Reporting Standard)
Teilnehmer seit 2017
CARF (Krypto-Meldepflicht)
Verpflichtet, erste Meldungen ab 2027
FATCA
Model-1-IGA seit 2014
FATF-Liste
Nicht gelistet
EU-Liste nicht-kooperativer Länder
EU-Mitglied
Pillar Two / Globale Mindeststeuer
Umgesetzt ab 2024
Wirtschaftliche Substanz
Wirtschaftliche Substanz erforderlich
Transparenzregister
Vorhanden (RBO)
Sanktionen
EU-Sanktionsregime

Stand der Compliance-Daten: 2026

Weiterführende Ressourcen

Mehr zum nicht-steuerlichen Teil eines Umzugs findest du im Länderguide zu Irland auf Wohnsitz Ausland. Für Familien mit langfristiger Perspektive lohnt zudem der Blick auf den Weg zum irischen Pass, der nach fünf Jahren Ansässigkeit offensteht.

Beim Wegzug aus Deutschland sind die Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG und die Entstrickungsbesteuerung zu beachten. Für den Wegzug aus Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln, zusammengefasst unter Aus Österreich oder der Schweiz?.

Länderguide Irland auf Wohnsitz Ausland

Lebenshaltungskosten, Schulen, Formalitäten und mehr

Aus Österreich oder der Schweiz?

Die Wegzug-Links oben behandeln den deutschen Fall. Für dich gilt anderes: Österreich kennt kein Gegenstück zum § 2 AStG und keinen Zehn-Jahres-Nachlauf, dafür greift beim Wegzug die Wegzugsbesteuerung des § 27 Abs 6 EStG auf Beteiligungen, Depots und Kryptowährungen (EU/EWR auf Antrag aufgeschoben, Drittstaat sofort fällig). Die Schweiz beendet die Steuerpflicht mit dem Wegzug und erhebt keine Wegzugssteuer auf Privatvermögen; abgerechnet wird nur über Geschäftsvermögen. Rechtsstand geprüft 13.8.2026.

Neustart mit US-LLC nach dem Wegzug: für Österreicher · für Schweizer

Häufige Fragen zur Steuerpflicht

Wann gilt in Irland nur eine beschränkte Steuerpflicht?

Wer nicht steuerlich ansässig ist, ist nur beschränkt steuerpflichtig und zahlt Steuer ausschließlich auf Einkünfte aus lokaler Quelle. Ausländische Einkünfte bleiben außen vor.

Welches Einkommen muss man in Irland versteuern?

Ansässige versteuern ihr weltweites Einkommen. Die Einkommensteuer hat zwei Sätze: 20 Prozent bis zur Standardgrenze (2026 rund 44.000 Euro ledig), 40 Prozent darüber. Hinzu kommen der USC (0,5-8 Prozent) und PRSI (4,2 Prozent). Die marginale Spitzenbelastung erreicht rund 52 bis 55 Prozent; fuer Non-Doms gilt sie nur auf irische und nach Irland ueberwiesene Einkuenfte.