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Steueratlas/Länder/Grenada
🇬🇩

Grenada

GD · GRDKaribikStand: 2026-09-07
Steuerfreundlich
4/5
Territoriale BesteuerungKeine CGT/Erbschaft-/VermögensteuerCBI-Programm + E-2-VisumLokale Einkünfte bis 30%

Auf einen Blick

Spitzensteuersatz (ESt)30 % (nur lokale Einkünfte)
Körperschaftsteuer28 %
Mehrwertsteuer15 % (Tourismus 10 %)
KapitalertragsteuerKeine
VermögensteuerKeine
ErbschaftsteuerKeine
Immobilienkauf (Steuern)1 % für den Käufer (Ausländer zusätzlich 20 %)
Grundsteuer (laufend)0,3 % Gebäude und 0,2 % Grund vom Marktwert
SteuerjahrKalenderjahr
WährungOstkaribischer Dollar (XCD, an USD gekoppelt)

Mitgliedschaften in Staatenbünden

CARICOMCELACCommonwealthOASOECS

Überblick

Grenada, die karibische Spice Isle, kombiniert territoriale Besteuerung mit keiner Kapitalertrag-, Erbschaft- oder Vermögensteuer und einem schnellen Citizenship-by-Investment-Programm. Wer von Auslandseinkommen lebt, zahlt vor Ort effektiv wenig, lokale Einkünfte werden aber bis 30 Prozent besteuert.

Grenada besteuert nach dem Territorialprinzip: Steuerbar ist nur Einkommen aus grenadischer Quelle, Auslandseinkommen bleibt steuerfrei. Dazu kommen das Fehlen von CGT, Erbschaft- und Vermögensteuer sowie ein etabliertes CBI-Programm mit Zugang zum US-E-2-Visum.

Steuerpflicht in Grenada: unbeschränkt oder beschränkt?

Wann bist du in Grenada unbeschränkt und wann nur beschränkt steuerpflichtig? Und welche Einkünfte musst du dort überhaupt versteuern? Maßgeblich ist die steuerliche Ansässigkeit.

Steuerlich ansässig ist, wer mehr als 183 Tage pro Jahr in Grenada verbringt. Die Staatsbürgerschaft über das CBI-Programm begründet nicht automatisch eine Steueransässigkeit.

Einkommensteuer

Lokale Einkünfte werden nach einem Freibetrag von rund XCD 36.000 progressiv mit etwa 15 Prozent und 30 Prozent besteuert. Ausländische Einkünfte sind steuerfrei.

Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne

Grenada erhebt keine Kapitalertragsteuer.

Krypto-Steuern

Mangels Kapitalertragsteuer und unter dem Territorialprinzip sind private Krypto-Gewinne regelmäßig nicht steuerbar.

Krypto-Steuern im Detail

Das vollständige Krypto-Steuer-Dossier auf kryptosteuern.info

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Körperschaftsteuer

Die Körperschaftsteuer beträgt 28 Prozent. Für genehmigte Projekte (Tourismus, Technologie) gibt es Anreize und Steuerferien.

Mehrwertsteuer

Die Mehrwertsteuer liegt bei 15 Prozent, im Tourismus bei 10 Prozent. Grundnahrungsmittel und Exporte sind befreit beziehungsweise nullsatzbesteuert.

Immobiliensteuern

Grenada gehört zu den Ländern, in denen der Erwerb durch Ausländer ein Vielfaches kostet.

Erwerb. Der Käufer trägt 1 Prozent Stempelsteuer. Mehr fällt für Staatsbürger nicht an.

Nichtansässige. Nicht-Staatsbürger zahlen zusätzlich 10 Prozent Transfersteuer und 10 Prozent für die Alien-Landholding-Lizenz, jeweils vom Immobilienwert. Die Erwerbslast steigt damit von 1 auf 21 Prozent. Wer über das Investitionsprogramm die Staatsbürgerschaft erwirbt, fällt aus dieser Regel heraus.

Laufende Besteuerung. Die Jahressteuer bemisst sich am Marktwert: 0,2 Prozent auf den Grund und 0,3 Prozent auf Wohngebäude. Für selbstgenutzte Gebäude bleibt ein Freibetrag von 100.000 Ostkaribischen Dollar außer Ansatz.

Verkauf. Eine Kapitalertragsteuer erhebt Grenada nicht, siehe Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne.

Quelle: Grenada Ministry of Finance, Property Tax. Stand: 2026-08-19.

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Es gibt keine Erbschaft- oder Nachlasssteuer.

Vermögensteuer

Eine Vermögensteuer gibt es nicht, lediglich eine Grundsteuer (bis rund 0,5 Prozent) und beim Immobilienverkauf eine Übertragungssteuer.

Sozialversicherung

Beiträge zur National Insurance: Arbeitnehmer rund 5 Prozent, Arbeitgeber rund 7 Prozent.

Doppelbesteuerungsabkommen

12 umfassende Doppelbesteuerungsabkommen in Kraft (HMRC tax treaty page (UK 1949 in force); SARS DTA list Rest of the World (Grenada entry); CARICOM Secretariat, Stand 2026-08-19). Multilaterales CARICOM-Doppelbesteuerungsabkommen von 1994, fuer Grenada in Kraft seit dem 1.3.1996; es deckt Antigua und Barbuda, Barbados, Belize, Dominica, Guyana, Jamaika, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, Trinidad und Tobago sowie St. Vincent und die Grenadinen ab. Montserrat ist nicht erfasst. Das Abkommen mit dem Vereinigten Koenigreich stammt aus dem Jahr 1949 (geaendert 1968) und wird von HMRC weiterhin als in Kraft gefuehrt. Das Abkommen mit Suedafrika beruht auf der Erstreckung des britisch-suedafrikanischen Abkommens von 1946 (Proklamationen 229/1946, 271/1954 und 32/1961); SARS fuehrt es in seiner aktuellen Abkommensliste weiterhin als geltendes Doppelbesteuerungsabkommen. Die schweizerische Erstreckung von 1963 des britisch-schweizerischen Abkommens von 1954 gilt laut SIF nur eingeschraenkt auf gewisse Steuerfragen und zaehlt daher nicht als umfassendes Abkommen.

Steuertransparenz und Compliance

CRS (Common Reporting Standard)
Teilnehmer seit 2018
CARF (Krypto-Meldepflicht)
Nicht verpflichtet
FATCA
Model-1-IGA seit 2018
FATF-Liste
Nicht gelistet
EU-Liste nicht-kooperativer Länder
Nicht gelistet
Pillar Two / Globale Mindeststeuer
Nicht umgesetzt
Wirtschaftliche Substanz
IBC-/Trust-Rahmen vorhanden
Transparenzregister
Vorhanden

Stand der Compliance-Daten: 2026

Weiterführende Ressourcen

Beim Wegzug aus Deutschland sind die Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG und die Entstrickungsbesteuerung zu beachten. Für den Wegzug aus Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln, zusammengefasst unter Aus Österreich oder der Schweiz?.

Aus Österreich oder der Schweiz?

Die Wegzug-Links oben behandeln den deutschen Fall. Für dich gilt anderes: Österreich kennt kein Gegenstück zum § 2 AStG und keinen Zehn-Jahres-Nachlauf, dafür greift beim Wegzug die Wegzugsbesteuerung des § 27 Abs 6 EStG auf Beteiligungen, Depots und Kryptowährungen (EU/EWR auf Antrag aufgeschoben, Drittstaat sofort fällig). Die Schweiz beendet die Steuerpflicht mit dem Wegzug und erhebt keine Wegzugssteuer auf Privatvermögen; abgerechnet wird nur über Geschäftsvermögen. Rechtsstand geprüft 13.8.2026.

Neustart mit US-LLC nach dem Wegzug: für Österreicher · für Schweizer

Häufige Fragen zur Steuerpflicht

Wann gilt in Grenada nur eine beschränkte Steuerpflicht?

Wer nicht steuerlich ansässig ist, ist nur beschränkt steuerpflichtig und zahlt Steuer ausschließlich auf Einkünfte aus lokaler Quelle. Ausländische Einkünfte bleiben außen vor.

Welches Einkommen muss man in Grenada versteuern?

Ansässige werden nur auf inländische Quelleneinkünfte besteuert; ausländisches Einkommen bleibt nach dem Territorialprinzip steuerfrei. Lokale Einkünfte werden nach einem Freibetrag von rund XCD 36.000 progressiv mit etwa 15 Prozent und 30 Prozent besteuert.