Überblick
Guinea ist ein rohstoffreicher westafrikanischer Staat (größte Bauxitreserven der Welt), als Wohnsitzland für vermögende DACH-Auswanderer aber kein Ziel: hohe progressive Einkommensteuer, Körperschaftsteuer 30 Prozent, Mehrwertsteuer 18 Prozent und eine politische Übergangsphase nach dem Putsch von 2021.
Die Wirtschaft hängt am Bergbau, vor allem an Bauxit, Gold und Eisenerz. Das politische Umfeld ist instabil.
Steuerpflicht in Guinea: unbeschränkt oder beschränkt?
Wann bist du in Guinea unbeschränkt und wann nur beschränkt steuerpflichtig? Und welche Einkünfte musst du dort überhaupt versteuern? Maßgeblich ist die steuerliche Ansässigkeit.
Die Ansässigkeit wird ausgelöst durch eine Wohnstätte (foyer) in Guinea oder einen Aufenthalt von mehr als 183 Tagen im Jahr. Residenten werden grundsätzlich auf das Welteinkommen besteuert, Nicht-Residenten auf guineische Quelle; praktisch dominiert die Besteuerung in Guinea erzielter Einkünfte.
Einkommensteuer
Die Einkommensteuer ist progressiv und erreicht im Spitzenbereich rund 40 Prozent.
Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne
Veräußerungsgewinne werden grundsätzlich als gewöhnliches Einkommen erfasst.
Krypto-Steuern
Krypto ist nicht gesondert geregelt und spielt im lokalen System keine Rolle.
Krypto-Steuern im Detail
Das vollständige Krypto-Steuer-Dossier auf kryptosteuern.info
Körperschaftsteuer
Die Körperschaftsteuer beträgt 30 Prozent, im Bergbau gelten gesonderte Regime.
Mehrwertsteuer
Die Mehrwertsteuer liegt bei 18 Prozent.
Erbschaft- und Schenkungsteuer
Übertragungen lösen vor allem Registrierungs- und Übertragungsgebühren aus.
Vermögensteuer
Eine Vermögensteuer gibt es nicht.
Sozialversicherung
Arbeitgeber und Arbeitnehmer leisten Beiträge zur nationalen Sozialversicherung.
Doppelbesteuerungsabkommen
Steuertransparenz und Compliance
Stand der Compliance-Daten: 2026
Weiterführende Ressourcen
Beim Wegzug aus Deutschland sind die Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG und die Entstrickungsbesteuerung zu beachten.
Wegzug aus Deutschland